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Arbeitsproben

So sehen unsere Analysen aus

Vier Auszüge aus laufenden Auswertungen — nicht nach Datum sortiert, sondern nach der Frage, die sie beantworten. Jede Grafik steht hier mit der Methodik, aus der sie entstanden ist, und mit ihrer Quelle.

Die Grafiken sind Ausschnitte. Jeder Report enthält Wettbewerbsprofile, Benchmarking, Marktgrößen, Policy- und Regionalanalyse sowie die Patentebene über alle erfassten Firmen.

Die Grafiken tragen englische Beschriftungen — sie stammen aus der zweisprachigen Analyse-Reihe. Die Lese-Anleitung darunter erklärt jede Achse.

So sieht ein Verfahrensvergleich aus

Sechs Fügeverfahren nebeneinander — welches zieht davon, welches ist ausgereift?

Was die Grafik zeigt
Die Zahl der Patentfamilien je Fügeverfahren und Jahr, weltweit, von 2015 bis 2023. Verglichen werden Laserschweißen, Lichtbogen- und Plasmaschweißen, Kunststofffügen, Löten und Hartlöten, Reibrühr- und Pressschweißen sowie Widerstandsschweißen.
Wie sie zu lesen ist
Die waagerechte Achse trägt das Jahr der frühesten Anmeldung einer Familie, die senkrechte die Zahl der Familien (0 bis rund 5.750). Jede Linie ist ein Verfahren und direkt beschriftet — „Laser“, „Arc“ für Lichtbogen, „Polymer“ für Kunststofffügen, „Soldering“ für Löten, „FSW“ für Reibrührschweißen, „Resistance“ für Widerstandsschweißen. Die Delle bei 2019 ist keine Marktbewegung, sondern eine Abdeckungslücke in der Quelle; sie betrifft alle Verfahren gleichermaßen.
Liniendiagramm mit sechs Fügeverfahren von 2015 bis 2023. Die Laserkurve steigt am stärksten und liegt 2023 deutlich über allen anderen Verfahren.
Quelle: Google Patents Public Data (Google & IFI CLAIMS Patent Services, 2026). Auswertung Vertumen, primäre CPC-Klassifikation, Familien 2015–2023. · Grafik in voller Größe öffnen
Befund
Laser wächst am schnellsten und vergrößert den Abstand zu allen anderen Verfahren kontinuierlich. Das heißt nicht, dass Laser der größte Markt wäre — reife Verfahren wie das Widerstandsschweißen werden kaum noch neu patentiert, obwohl sie millionenfach in Produktion sind.
Methodik im Detail
Zähleinheit ist die Patentfamilie, dedupliziert nach frühester Anmeldung — dieselbe Erfindung wird in mehreren Ländern angemeldet und würde sonst mehrfach gezählt. Je Verfahren wird genau eine primäre CPC-Klasse gewertet: Laser B23K26, Lichtbogen und Plasma B23K9 und B23K10, Kunststofffügen B29C65, Löten und Hartlöten B23K1 und B23K3, Reibrühr- und Pressschweißen B23K20, Widerstand B23K11. Bewusst nicht die weite Klasse B23K, die Löten und Laserschneiden zusammenmischt. Die Jahrgänge ab 2024 sind ausgeklammert, weil Patente der jüngsten rund anderthalb Jahre wegen des Publikations-Lags noch unvollständig erfasst sind — sonst stürzt jede Kurve am Ende künstlich ab.

So sieht ein Wettbewerbsvergleich aus

Wer hält in einem Verfahren tatsächlich die Schutzrechte — und deckt sich das mit der Markenwahrnehmung?

Was die Grafik zeigt
Die sieben aktivsten Anmelder im Lichtbogenschweißen, gemessen an Patentfamilien der Jahre 2015 bis 2023, absteigend sortiert.
Wie sie zu lesen ist
Jeder Balken ist ein Konzern, die Länge die Zahl der Patentfamilien, die Achse beginnt bei null. Konzerntöchter sind unter der Muttergesellschaft zusammengefasst — Miller und Hobart erscheinen deshalb nicht einzeln, sondern in der Zeile von ITW.
Balkendiagramm der sieben aktivsten Anmelder im Lichtbogenschweißen. ITW führt mit 561 Patentfamilien vor Lincoln Electric mit 263 und Panasonic mit 217.
Quelle: Google Patents Public Data (Google & IFI CLAIMS Patent Services, 2026). Auswertung Vertumen, CPC B23K9 primär, Konzern-Anmelder aggregiert. · Grafik in voller Größe öffnen
Befund
An der Spitze steht mit 561 Familien Illinois Tool Works, ein Mischkonzern, der in der Branche selten als Schweißmarke wahrgenommen wird. Lincoln Electric folgt mit 263, Panasonic mit 217 und Kobelco mit 187. Fronius, in Europa die bekannteste Marke der Liste, liegt mit 105 Familien auf Rang sechs.
Methodik im Detail
Zähleinheit ist die Patentfamilie, dedupliziert. Gewertet wird ausschließlich die primäre CPC-Klasse B23K9, also echtes Lichtbogenschweißen ohne Löten und ohne Laser. Konzern-Anmelder sind über alle Namensvarianten zu je einer Gruppe zusammengeführt — bei ITW etwa Illinois Tool Works, Miller, Hobart, Bernard und Tregaskiss — und anschließend gegen Doppelzählungen geprüft. Einordnend gilt: Patentfamilien messen Erfindungs- und Schutzrechtsaktivität, nicht Umsatz, Marktanteil oder installierte Basis. Die Metrik bevorzugt außerdem Unternehmen mit ausgeprägter Patentierkultur; wer stärker auf Betriebsgeheimnisse setzt, erscheint relativ untererfasst.

So sieht der Unterschied zwischen Bestand und Momentum aus

Dieselben Daten, zwei Auswertungen — und ein gegenläufiges Ergebnis.

Was die Grafik zeigt
Die jährliche Zahl neuer Patentfamilien in der Laserbearbeitung für fünf Anbieter, 2015 bis 2023. Nicht der aufsummierte Bestand, sondern der Zufluss je Jahr.
Wie sie zu lesen ist
Die waagerechte Achse trägt das Jahr der frühesten Anmeldung, die senkrechte die Zahl neuer Familien in diesem Jahr (0 bis 150). Jede Linie ist ein Konzern, direkt beschriftet. Ein fallender Verlauf bedeutet nachlassende Anmeldeaktivität, nicht den Verlust bestehender Schutzrechte. Die Delle bei 2019 ist wieder die Abdeckungslücke der Quelle.
Liniendiagramm der jährlichen Patentanmeldungen fünf großer Laseranbieter. Die Kurve von Han's Laser fällt nach 2020 steil ab, die von TRUMPF steigt und liegt ab 2021 vorn.
Quelle: Google Patents Public Data (Google & IFI CLAIMS Patent Services, 2026). Auswertung Vertumen, CPC B23K26 primär, Familien nach frühestem Anmeldejahr. · Grafik in voller Größe öffnen
Befund
Über den gesamten Zeitraum summiert liegt Han's Laser mit 660 Familien vor TRUMPF mit 621 — im Bestand führt also China. Trägt man dieselben Daten über die Zeit auf, kippt das Bild: Han's Laser fällt vom Höchststand 2020 mit 139 Familien auf 28 im Jahr 2023, ein Rückgang um rund 80 Prozent, während TRUMPF von 32 auf 81 steigt und seit 2021 durchgehend vorne liegt. Beide Aussagen sind richtig; sie beantworten verschiedene Fragen.
Methodik im Detail
Zähleinheit ist die distinkt gezählte Patentfamilie — nicht die Summe über Namensvarianten, die Familien doppelt zählt, wenn mehrere Konzerneinheiten sie halten. Primäre CPC-Klasse B23K26, Laserbearbeitung. Konzern-Anmelder sind über alle Namensvarianten einschließlich nicht-lateinischer Schreibweisen zu je einer Gruppe zusammengefasst. Das Aggregat summiert 2015 bis 2025, der Verlauf ist nach frühestem Anmeldejahr aufgetragen und klammert 2024 und 2025 wegen des Publikations-Lags aus.

So sieht eine Wertschöpfungsketten-Analyse aus

Zwei Technologiestufen als Achsen — und die Frage, wer auf welcher davon wirklich sitzt.

Was die Grafik zeigt
Dreizehn Laseranbieter, aufgetragen nach ihren Patentfamilien auf zwei getrennten Stufen der Wertschöpfung: der Laserquelle und der Laserbearbeitung.
Wie sie zu lesen ist
Die waagerechte Achse zählt Patentfamilien in der Laserbearbeitung, CPC B23K26, also der Maschinen- und Prozessebene, von 0 bis 800. Die senkrechte zählt Familien in der Laserquelle, CPC H01S3, dem eigentlichen Strahlerzeuger, von 0 bis 120. Jeder Punkt ist ein Unternehmen, seine Farbe steht für das Land des Hauptsitzes (Deutschland, China, Japan, USA, Schweiz). Wer weit rechts unten liegt, baut Maschinen; wer links oben liegt, baut Quellen; wer sich von beiden Achsen löst, ist auf beiden Stufen aktiv.
Streudiagramm mit dreizehn Laseranbietern. Die meisten liegen entweder auf der Achse der Laserquellen oder auf der der Laserbearbeitung, nur TRUMPF ist auf beiden Stufen vertreten.
Quelle: Google Patents Public Data (Google & IFI CLAIMS Patent Services, 2026). Auswertung Vertumen, CPC H01S3 und B23K26 jeweils primär, Familien 2015–2025. · Grafik in voller Größe öffnen
Befund
Fast alle Anbieter besetzen genau eine Stufe. Raycus, IPG Photonics, Coherent und nLIGHT liegen auf der Quellenachse, Han's Laser, DISCO, Amada und Bystronic auf der Bearbeitungsachse. TRUMPF ist das einzige Unternehmen im Bild, das auf beiden Stufen nennenswert vertreten ist. Das erklärt, warum ein Quellenhersteller wie Raycus in keiner Maschinenrangliste auftaucht, obwohl er im Markt eine erhebliche Rolle spielt.
Methodik im Detail
Zähleinheit ist die distinkt gezählte Patentfamilie, Zeitraum 2015 bis 2025, beide Klassen jeweils primär gewertet. Konzernvarianten sind je Unternehmen zu einer Gruppe zusammengefasst. Zur waagerechten Achse gehört eine Präzisierung: B23K26 ist Bearbeiten durch Laserstrahl, nicht Maschinenbau allgemein — Pressen, Stanz- und Biegemaschinen liegen in B21D und B30B und laufen hier nicht mit, auch nicht bei TRUMPF. Offengelegte Einschränkung auf der Quellenachse: Hersteller von Lithografie-Quellen wie Gigaphoton und Cymer sind nicht im Bild, weil sie die Chipbelichtung bedienen. Dieser Ausschluss greift firmenweit, nicht anteilig — wer selbst ein EUV-Treiberlasergeschäft betreibt, trägt diesen Anteil ungetrennt in seiner H01S3-Zahl. Bei TRUMPF dürfte also ein Teil der 117 Familien auf die Chipbelichtung entfallen; für eine Aufschlüsselung wäre ein Subklassen-Split nötig, der hier nicht gefahren wurde.
Was diese Zahlen nicht sagen

Patentfamilien messen Erfindungs- und Schutzrechtsaktivität. Sie sind kein Maß für Umsatz, Marktanteil oder installierte Basis, und sie bevorzugen Unternehmen mit ausgeprägter Patentierkultur gegenüber solchen, die auf Betriebsgeheimnisse setzen. In einem vollständigen Report steht diese Ebene deshalb nie allein, sondern neben Finanzkennzahlen, Produkt- und Spezifikationsdaten, Policy- und Regionalanalyse.

Datengrundlage und Lizenz

Alle vier Auswertungen beruhen auf Google Patents Public Data, bezogen über BigQuery. Der Datensatz stammt von Google und basiert auf Daten von IFI CLAIMS Patent Services; er steht unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY 4.0. Die Auswertung, Klassenauswahl, Konzern-Zusammenführung und Darstellung sind Arbeit von Vertumen.

Dieselbe Methodik auf Ihre Frage angewandt

Diese Auszüge stammen aus den Clustern Laser und Fügetechnik. Wenn Sie wissen möchten, wie die Lage in Ihrem Markt aussieht, beschreiben Sie uns Ihre Fragestellung.